Zu Gast in der Küche Afrikas

20.06.2014 17:16

Kulinarik ohne Küchenmaschine: Alfonsine kocht Curry-Eintopf nach traditioneller afrikanischer Art

Wie Ruandas Rezepte im Rheinland ankommen.

Amelie Marie Weber, News4U

Feuerholz sammeln zu müssen, um sich sein Essen warm zu machen, ist in Deutschland – einem Land voller Mikrowellen, Herden und Backöfen - kaum vorstellbar. In Afrika gehört dieser aufwendige Prozess zum Alltag. Hier nutzen die Menschen Feuer oder auch Solarenergie, um die traditionellen Gerichte zuzubereiten. Gerade die Kraft der Sonne wird immer wichtiger. Die Teilnehmer des afrikanischen Kochkurses auf dem Jugendcamp sollen einen Einblick bekommen, welche Lösungen die Afrikaner entwickelt haben, um möglichst energieeffizient und ressourcenschonend zu kochen.

Es gibt aber auch noch andere gute Gründe, warum sich ein solcher Kochkurs für die Jugendlichen lohnt, berichtet Alfonsine, die Leiterin des Workshops: „Das gemeinsame Kochen dient dem interkulturellen Dialog. Die Teilnehmer lernen etwas über das Essen aber auch die Kultur und die Mentalität der Menschen in Afrika.“ Alfonsine kommt aus Ruanda und lebt seit einigen Jahren in Deutschland. Sie betreibt einen afrikanischen Catering-Service. Es macht ihr sichtlich Spaß mit den Teilnehmern zu kochen und über ihre Heimat zu sprechen.

Auf dem Speiseplan steht heute ein vegetarischer Curry-Eintopf und süßer Milchreis. Die zwölf teilnehmenden Jugendlichen schneiden zunächst fleißig das Gemüse für den Eintopf, das Alfonsine mitgebracht hat. Darunter befinden sich auch fremde Sorten, wie Süßkartoffeln oder Manioks. Währenddessen machen die Jungs bereits in einer offenen Stelle Feuer. In einem großen Topf erwärmt Alfonsine hier nun das Gemüse. Anschließend gibt sie viele verschiedene Gewürze hinzu. Die Jugendlichen dürfen natürlich kosten und die fremden Geschmäcker ausprobieren – einheitliche Meinung: „Mhhhhh, lecker!“

„Die afrikanische Küche ist sehr traditionell geblieben, während die deutsche Küche mittlerweile international und bunt ist.“, sagt Alfonsine, „die Deutschen bekommt heute fast alle Lebensmittel der Welt in den Supermärkten, das war früher anders.“ So ist es auch möglich, die afrikanischen Gerichte nachzukochen. Die Teilnehmer des afrikanischen Kochkurses wollen es versuchen – aber dann am Elektroherd.

Wer Lust bekommen hat, selbst einmal afrikanisch zu kochen, findet Alfonsines Rezept hier: Vegetarischer Curry Topf Zutaten für 6 Personen
  • 2 Zwiebeln würfeln

  • 1 Knoblauchzehe zerkleinern

  • 1 Stange Lauch würfeln

  • 1 Bund Petersilie fein zerhacken

  • ½ Maniok schälen und würfeln

  • 1 große Zucchini würfeln

  • 1 Süßkartoffel würfeln

  • 4 Karotten würfeln

  • 150 ml Kokosmilch

  • 2 EL Mildes Curry Pulver

  • 1TL Berber

  • 100 ml Gemüsefond

  • 1 Dose passierte Tomaten

  • 2 TL Tomatenmark

  • 1 Prise Salz

Zubereitung:
Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Süßkartoffel und Karotten dazugeben und leicht anbraten. Anschließend Dosentomaten und Tomatenmark hinzugeben. Gemüsefond und Kokosmilch hinzufügen. Die Kräuter und Gewürze darunter mischen und alles aufkochen lassen. Anschließend Zucchini und Maniok dazugeben und mit Salz abschmecken. Das ganze ca. 20 Min köcheln lassen. Beliebig Reis dazu servieren.

Guten Appetit.


<- Zurück zu: Der News-Blog vom Jugendcamp