Dem Himmel ein Stück näher

21.06.2014 20:30

Für Caroline und Miriam ging es im Klettergarten hoch hinaus

Ein Besuch im Kletterpark auf dem Parkdeck der Rhein-Sieg-Halle
Judith Freese, NEWS4U

Miriam und Caroline sind oben angekommen. Aber die beiden Freundinnen wollen noch höher hinaus. Auf dem Parkdeck 7 der Rhein-Sieg-Halle haben sie sich in eine lange Teilnehmer-Schlange eingereiht. Wie alle anderen warten sie darauf, endlich hoch in den Klettergarten zu dürfen. Miriam ist 13 Jahre, Caroline 12 Jahre alt. Beide kamen mit ihrer Kölner Konfirmationsgruppe nach Siegburg und sind jetzt schon ein bisschen aufgeregt. „Ich bin schon öfters geklettert und habe mich total gefreut, als ich eben den Parcours gesehen habe“, erzählt Caroline, „die anderen aus unserer Gruppe wollten lieber Fußball spielen gehen.“ Nach einer kurzen Einweisung dürfen sie schon mal ihre Gurte und Sicherheitshelme anziehen. Caroline ist ihr Helm viel zu groß, aber ihre Freundin hilft ihr, ihn enger zu stellen. Kurz darauf geht es für die beiden nach oben.

Über eine Strickleiter erklimmen sie den rund zehn Meter hohen Kletterparcours. Sprosse für Sprosse kommen sie der ersten Plattform näher. „Zum Glück habe ich keine Höhenangst“, lacht Miriam, aber einen Blick nach unten wagt sie trotzdem nicht. Auf der ersten Plattform werden die Freundinnen direkt gesichert und können sich zum ersten Mal richtig umschauen. Von oben sehen die Menschen, die durch die Straße laufen, ganz klein aus. Fast ganz Siegburg können sie aus dieser Höhe überblicken. Während von dem benachbarten Streetsoccer-Feld lautes Jubeln der Fußballer ertönt, herrscht auf dem Klettergarten konzentrierte Stille.

Für Miriam und Caroline geht es über eine schwebende Hängebrücke zur nächsten Plattform. Dort wartet schon die erste Schwierigkeit: Zwischen zwei Stegen klafft ein breiter Spalt. Springen? Caroline nimmt ihren Mut zusammen und mit ein paar Schritten Anlauf schafft sie den Sprung auf Anhieb. Miriam dagegen bleibt auf halber Strecke stecken. Sofort ist Caroline zur Stelle und reicht ihr die Hand, gemeinsam klappt es. Sie kann sich zu ihr schwingen. Nach dem Spazieren über ein gespanntes Seil stehen sie schon vor der letzten Etappe des Kletterparcours: Sieben aufgehängte Schaukeln, über die sie auf die finale Plattform gelangen.

Nach einem letzten Blick auf die sonnenbeschienenen Dächer Siegburgs werden die beiden abgeseilt. Zurück auf dem Boden sieht die Welt wieder ganz anders aus. „Der Parcours war echt schwieriger als gedacht, aber ich hatte eine super Aussicht“, erzählt Miriam. „Nur schade, dass der Parcours so kurz war“, ergänzt Caroline. Trotzdem machen sie sich stolz auf den Weg zu ihrer Gruppe, von der nur sie das Jugendcamp aus diesem Blickwechsel gesehen hab


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