„In Jugend zu investieren, lohnt sich immer.“

19.06.2014 19:49

In Aktion: Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer mit Besuchern des Jugendcamps 2014 in Siegburg

Simone Enthöfer, Landesjugendpfarrerin der evangelischen Kirche im Rheinland, im exklusiven Interview zum Jugendcamp 2014. Interview von Amelie Marie Weber, News4U.


Frau Enthöfer, der große Begrüßungsgottesdienst mit tausenden Teilnehmern ist gerade zu Ende gegangen. Wie fühlen Sie sich jetzt?

Es ist ein Adrenalin-Kick. Der kommt von ganz viel Vorbereitungsstress und Arbeit, ganz vielen Gedanken, die sich ganz viele Menschen gemacht haben. Das war schon eine große Herausforderung und manchmal auch Belastung. Aber jetzt zu sehen, wie so viele junge Menschen nach Siegburg kommen und mit guter Laune da sitzen und fröhlich sind, das ist schon toll. Insofern geht es mir jetzt auch gut und ich hoffe dass diese Stimmung auch bleiben wird.

Das klingt nach viel Stress. Warum tun Sie sich das überhaupt an?

Weil ich glaube, dass es wirklich klasse für die Jugendlichen ist, mal zu erfahren: „Kirche und Gemeinde“ - das ist mehr als das, was ich von meiner eigenen kleinen Gemeinde kenne und hier hat das auch ein junges Gesicht. Oft ist ja die jüngere Generation gerade in Gottesdiensten eher weniger vertreten als die ältere Generation. Und das aber mal anders zu erleben und zu sagen: „Mensch, wir sind eine große Gemeinschaft! Evangelische Jugend im Rheinland - die ist einfach groß. Und wir können auch was verändern und was bewirken, wenn wir wollen.“ Das finde ich faszinierend.

Also denken Sie, dass sich all der Aufwand und die Kraft lohnt?

Es ist schon ziemlich hart, auch wenn man bedenkt, dass die Sicherheitsauflagen bei einer solchen Veranstaltung sehr hoch sind. Die Organisation ist daher schon sehr aufwendig. Doch wir wollen alles genau einhalten. Das tun wir und das wollen wir auch. Das ist richtig so. Es kostet schon viel Kraft, aber es lohnt sich immer in Jugend zu investieren, egal ob mit Geld, mit Kraft oder Sonstigem. Und insofern sag ich auf jeden Fall „Ja“.

Worauf freuen Sie sich denn am meisten in den nächsten Tagen?

Auf ganz viele bunte Begegnungen. Das Wiedersehen mit Menschen, die ich schon kennen gelernt habe, zum Beispiel. Als Landesjugendpfarrerin fahre ich viel durch die rheinische Landeskirche, besuche viele Menschen vor Ort und die alle wiederzutreffen, ist schön. Und ich hoffe auf viele gute Begegnungen mit Menschen, die ich noch nicht kenne, und mit Gott. So möchte ich's mal formulieren. Also darauf, dass Gottes Geist in ganz vielen Facetten sichtbar und spürbar wird.

Was muss denn passieren, damit Sie am Ende von einem gelungenen Camp sprechen?

Vor allem sollte nichts Schlimmes passieren. Und dann eben, dass die Teilnehmer, auch wenn organisatorisch vielleicht mal etwas nicht so rund läuft, trotzdem sagen: „Wir nehmen ganz viel mit für uns nach Hause und es hat uns Spaß gemacht. Wir haben etwas von Gottes Geist gespürt auf dem Camp und es war eine lebendige Gemeinschaft.“ Ich glaube, wenn die Leute das für sich mitnehmen, dann ist das Camp mehr als gel


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