Arbeit als Freizeitbeschäftigung

19.06.2014 22:07

Arbeit am Burgerstand der Ev. Jugend St. Augustin

Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer wäre das Jugendcamp 2014 in Siegburg nicht denkbar. Ann-Marlen Hoolt, News4U

Als der Abend der Begegnung beginnt, können sich die Teilnehmer auf einen entspannten Abend freuen. Doch für viele andere fängt die Arbeit jetzt erst richtig an. Annika Dittrich verkauft Burger und hat schon alle Hände voll zu tun, denn immer mehr Menschen strömen zu den Essensständen. Brötchen belegen, Buletten braten, Geld wechseln. Die 16 jährige kommt aus St. Augustin und ist eine der rund 1.000 ehrenamtlichen Helfer, die das Jugendcamp mitgestalten. „Natürlich wird es stressig“, sagt die Schülerin, „doch ich helfe gerne.“

Und da ist sie nicht die Einzige. Keiner der zahlreichen Mithelfenden bezweifelt, dass sie das Camp, trotz Arbeit, auch genießen werden können.

Katharina Thome hat einen Teil ihrer Arbeit schon hinter sich. Als „Engel“ verteilte sie grüne Federn zum Sammeln und Tauschen an die Teilnehmer. Auch den Eröffnungsgottesdienst hatte sie mitgestaltet. Dazu traf sie sich seit Ostern immer wieder mit anderen jugendlichen Freiwilligen. Umso mehr freut sie sich, dass alles gut geklappt hat. „Alle sind nun richtig motiviert und die Stimmung ist perfekt. Jetzt muss nur noch das Wetter weiterhin einigermaßen mitspielen.“

Von gelegentlichen Regentropfen lassen sich die Besucher bisher nicht stören. Immer wieder greift Katharina in ihren großen Beutel, verteilt Federn und beantwortet Fragen. Auch ihr Kollege Johannes wird von Teilnehmern im Sammelfieber bedrängt. „Es ist anstrengend“, sagt er, „und irgendwie auch ein wenig unorganisiert. Immer wieder ändern sich die Anweisungen aber trotzdem macht es Spaß, dabei neue Leute zu treffen.

Vielleicht lernt er ja noch Steffen Vollmann kennen. Der Kölner hatte sich als „Mädchen für Alles“ gemeldet und springt nun von Aufgabe zu Aufgabe. „Bis zur letzten Woche stand noch gar nicht fest, ob ich überhaupt kommen darf. Aber jetzt bin ich hier“, erzählt er. Kurzfristig wurde er zum Quartierbetreuer ernannt. Ein wenig schmerzen ihm schon die Füße, aber er blickt der neuen Aufgabe gespannt entgegen.

So geht es wohl vielen der Freiwillige vor Ort, die rund ein Drittel der rund 3.000 Besucher des Camps ausmachen. „Jugendarbeit“, betont Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer, „lebt vom Selbstgestalten. Die Grenzen zwischen Teilnahme und Mitarbeit verschwimmen dabei oftmals.“

Egal ob Besucher oder Gestalter, wohl alle freuen sich auf ein Wochenende voller Spaß und interessanter Begegnungen erleben können – die einen bei der Arbeit, die anderen in der Freizeit.


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